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Ein besonderes Klangerlebnis – Ein poetisches Erlebnis

WN am 27.06.2017

Ein besonderes Klangerlebnis – Ein poetisches Erlebnis  

Ein besonderes Klangerlebnis Ein poetisches Erlebnis image 630 420f wn

Brigitte Langnickel-Köhler spielte klassische wie modere Stücke auf ihrer Harfe. Foto: Axel Engels

Ostbevern - Die in Warendorf lebenden Harfenistin Brigitte Langnickel-Köhler hat ein Konzert in dem intimen älteren Teil St.-Ambrosius-Kirche gegeben.

Von Axel Engels

Kaum ein Instrument hat die Fantasie der Menschen so beflügelt wie die Harfe. Harfenklänge verzaubern, entführen gleichsam die Zuhörer in eine fast magische Welt. Dennoch ist kann man dieses Instrument viel zu selten solistisch im Konzert erleben.

Mit der in Warendorf lebenden Harfenistin Brigitte Langnickel-Köhler ist es dem Kultur Forum Ostbevern gelungen, eine überaus versierteste Künstlerin dieses Instrumentes für ein Konzert in dem intimen älteren Teil St.-Ambrosius-Kirche zu gewinnen. Sie war schon mit ihrem kabarettistisch eingefärbten Programm „Die boshafte Harfenistin“ in Ostbevern aufgetreten. Aus ihrem großen Repertoire hatte sie für das Konzert am Sonntagnachmittag mit Feinsinn und Sensibilität ein facettenreiches Programm mit dem Titel „Gemischte Gefühle“ zusammengestellt, entführte die Liebhaber feiner Saitenkunst in eine sehr emotional-poetisch bestimmte Klangwelten. Das Konzert fand große Resonanz, zumal die Künstlerin nicht nur als Interpretin auftrat, sondern mit poetischen Erzählungen ihr Programm ganz bereicherte.

Mit ihrer natürlichen und ungezwungenen Art hatte sie sofort die Sympathien des Publikums gewonnen und mit ihrem ausdrucksstarken Spiel erreichte sie deren Herzen. Mit dem „Konzert B-Dur op. 4 Nr. 6“ von Georg Friedrich Händel präsentierte sie zu Beginn ein wahres Meisterwerk, das seinen ganzen barocken Glanz entfalten konnte. Beim folgenden „Allegro“ aus der Feder der Komponistin Sophia Giustina Dussek konnte sie ihrer Spielfreude freien Lauf lassen, stellte dabei ihre Virtuosität und spieltechnische Brillanz stets in den Dienst des musikalischen Ausdrucks. Danach präsentierte sie einen unterhaltsamen und gleichzeitig lehrreichen Rückblick in das Mittelalter. In dieser Zeit war der Berufsstand der Harfenistinnen auf Grund ihrer die Sinne verwirrenden Erscheinung offenbar gleichgesetzt, mit zum Beispiel Dirnen. Da passte die von Brigitte Langnickel-Köhler zusammengestellte musikalisch-poetische Collage nach dem Gedicht „Die Harfnerin und der Mönch“ von August Friedrich Langbein einfach perfekt. Dieses feine Lied vom Schlosse Drachenstein kleidete sie in ein musikalisches Gewand aus romantischer Schumann-Fantasie bis zu mediterranen Belcanto-Weisen.

Mit ihrem an Klangfarben reichen Instrument wusste Brigitte Langnickel-Köhler selbst höchsten künstlerischen Ansprüchen gerecht zu werden. Die Harfenfassung des von Franz Liszt für Klavier geschriebenen „Consolation Nr. 3 Des-Dur“ erklang mit wunderbarer Melodieführung über den filigran gespielten Begleitfigurationen und bei dem grazilen „Mirage – Spiegelung“ von Carlos Salzedo wusste sie den Inhalt jenseits des Notentextes sehr transparent und fast klangmalerisch wiederzugeben. Moderner ging es zu bei der „Sonate für Harfe“ von Paul Hindemith. Lebendig gestaltete sie die schnellen Sätze und selten hat man den langsamen Liedsatz so innig und feinsinnig gehört wie an diesem Nachmittag. Ihre Melodiegestaltung war dabei sehr differenziert und warm timbriert.

Als Zugabe hatte die Künstlerin mit „La Cumparsita“ von Gerardo Matos Rodriguez den wohl bekanntesten argentinischen Tango gewählt. Ihre eigene Transkription dieses Tangos konnte die Melancholie bestens einfangen und so dem Publikum ein wirklich musikalisch-poetisches Erlebnis schenken.  

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